The Ocean at the End of the Lane

By piranja 3 Jahren agoNo Comments

„The Ocean at the End of the Lane“ lautet der englische Originaltitel des neuesten Romans von Neil Gaiman. Ich habe so ziemlich alles gelesen was er bisher veröffentlicht hat und dieses Buch ist vielleicht sein bestes. Irgendjemand hat mal über ihn geschrieben, dass er nach der (mehrfach preisgekrönten) „Sandman-Comic-Serie“ hätte aufhören können mit den Schreiben und sich dennoch für alle Zeiten ein Denkmal als Autor geschaffen hätte.

Gottseidank hat er nicht aufgehört!

Denn das hätte die Leserschaft um einige großartige Romane und Kurzgeschichten gebracht – die fantastischen Kinderbücher aus seiner Feder nicht zu vergessen. Doch zurück zu „The Ocean…“ – die Geschichte handelt von unglaublich gut gezeichneten und realistisch wirkenden Figuren, die unversehens in eine völlig fantastische Handlung hinein stolpern. Das besondere an diesem Roman ist der Protagonist: ein erwachsener Mann, der an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt und sich an Ereignisse erinnert, die er als Siebenjähriger erlebt hat. Die doppelte Erzählperspektive gibt dem Leser tiefe Einblicke in die Psyche des Jungen, allerdings gefiltert und neu gedeutet aus der Sicht des Erwachsenen – das liest sich hochspannend und ist wie immer bei Gaiman in eine mythisch-fantastische Rahmenhandlung eingebettet.

Die merkwürdig melancholische Stimmung des Romans hat mich an einige seiner Kurzgeschichten erinnert (z.B. „Troll Bridge“ oder „The Truth is a Cave in the Mountains“). Ich empfehle unbedingt, „The Ocean…“ im englischsprachigen Original zu lesen – da das Buch nur knapp 200 Seiten hat, dürfte das auch für Leute machbar sein, die in Englisch nicht super-sattelfest sind. Es gibt aber auch schon eine deutsche Übersetzung und die Filmadaption ist ebenfalls schon geplant.

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  Bücher, Fantasy, Lesenswert

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